Schulneubau in Berlin .Was Fehlt? Dirk Stettner- der neue „SCHÜLER“

  • Von Volkert Neef und Wolfgang Koempel Redaktion
  • Am 14. August stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Burkard Dregger, den Medienvertretern den neuen schulpolitischen Sprecher der Fraktion vor. Es ist dies der Abgeordnete Dirk Stettner aus Pankow. Der Unternehmer und Vater von drei Kindern tritt das Amt als Nachfolger von Hildegard Bentele an. Die CDU-Politikerin gab ihr Mandat im Berliner Abgeordnetenhaus auf, da sie nunmehr dem Europäischen Parlament angehört. Dirk Stettner kennt sich als Vater sowohl mit staatlichen als auch mit privaten Schulen in Berlin bestens aus. Die eigenen Kinder haben in ihrer Vita den Besuch von beiden Schulformen anzubieten. Das Themenfeld Schule ist in der Bundeshauptstadt ein Problemkind, so die beiden Parlamentarier aus dem Abgeordnetenhaus. Es fehlen Lehrer, zahlreiche Schulgebäude stecken im Sanierungsstau und der Schulneubau komme nicht voran. Burkard Dregger gab ein konkretes Beispiel: „In meinem Wahlkreis Reinickendorf-Ost ist seit Jahren der Bau einer Grundschule geplant. Es geht aber nicht voran. Gerne lade ich Sie alle einmal ein, um Ihnen dieses Trauerspiel vor Ort zu zeigen. Ehrlich gesagt, dazu fällt einem so gut wie gar nichts mehr ein.“ Die seit 2011 amtierende Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) sei für all diese Situationen verantwortlich, betonte Burkard Dregger. Seit 23 Jahren ist das Amt des Schulsenators bei SPD-Politikern angesiedelt. Dirk Stettner wies darauf hin, der aus SPD, Linken und Grüne bestehende Senat zeichne sich durch Stillstand in der Schulpolitik aus. Beim INSM-Bildungsmonitor 2019 belegt das Bundesland Berlin wieder einmal den allerletzten Platz. „Man muss gegensteuern. Wir können nicht länger zusehen, wie unsere Kinder um ihre Zukunftschancen betrogen werden“, erklärte Burkard Dregger. Dirk Stettner regte an, die Berliner Lehrer wieder zu verbeamten. „Alle Bundesländer in Deutschland verbeamten ihre Lehrer, alle. Berlin ist das einzige Bundesland, dass keine Verbeamtung mehr vorsieht. Uns rennen aber gute Kräfte und sehr engagierte Lehrer weg, weil wir eben nicht verbeamten. Das können wir nicht mehr zulassen. Dabei ist es völlig unerheblich, ob eine Verbeamtung von Lehrern Sinn macht oder nicht. Von 16 Bundesländern machen es 15, das einzig und allein ist ausschlaggebend. Hier in Berlin studieren viele Lehrer erfolgreich, machen aber um das Bundesland Berlin einen großen Bogen. Bereits im Bundesland Brandenburg winkt die Verbeamtung.“ Er verwies auch darauf, dass in Berlin Lehrer ihren Dienst als Angestellte quittieren und sie in anderen Bundesländern Beamte im Schuldienst werden. Eine Problematik ist auch, in Berlin verlassen rund 3.000 Schüler jährlich die Schule ohne einen Abschluss. Eine Berufsausbildung ohne Schulabschluss ist so gut wie unmöglich. Eines ist sicher: Dirk Stettner hat kein Amt inne, dass sich im parlamentarischen Alltag durch Langeweile auszeichnet  .

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