IHA-Jahrespressegespräch Report IHA Hotelverband
3. April 2019
Hotellerie bleibt auf solidem Wachstumskurs
Die Hotellerie verzeichnet das neunte Wachstumsjahr in Folge und
schaut mit Zuversicht auf die kommenden Monate. Nach Angaben des
Statistischen Bundesamts stieg die Zahl der Gästeübernachtungen in
Hotels, Hotels garnis, Gasthöfen und Pensionen im Jahr 2018 um
3,0 Prozent auf den neuen Bestwert von 297,6 Millionen. Mit 71,4 Millionen
Übernachtungen buchten ausländische Touristen und Geschäftsreisende
fast ein Viertel aller Übernachtungen. „Deutschland als
Urlaubsziel sowie Tagungs- und Kongressstandort liegt nachhaltig im
Trend und punktet im internationalen Vergleich mit seinem attraktiven
Preis-Leistungs-Verhältnis“, erklärte Otto Lindner, Vorsitzender des
Hotelverbandes Deutschland (IHA), dazu am Mittwoch in Berlin. Die
Branche sieht sich dennoch mit zahlreichen Herausforderungen
konfrontiert. „Immer neue bürokratische Auflagen wie jüngst im Datenschutz-
oder Reiserecht, unfaire Wettbewerbsbedingungen sowie der
zunehmende Fachkräftemangel drohen das Wachstum auszubremsen“,
sagte Lindner und mahnte bei der Politik faire Wettbewerbsbedingungen
und mehr Flexibilität an. Angesichts der noch robusten Konjunktur und
der anhaltenden Reisefreude bleibt der Verband grundsätzlich positiv
gestimmt und rechnet für 2019 mit einer Steigerung der Übernachtungen
und nominalen Umsätze von 1,0 bis 1,5 Prozent.
Alle Kennzahlen der Hotellerie im Plus
Wie der Hotelverband mitteilte, haben sich im Jahr 2018 alle Kennzahlen des
Hotelmarktes positiv entwickelt. Laut aktuellem IHA-Branchenreport stieg die
durchschnittliche Zimmerauslastung im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozent auf
71,9 Prozent. Damit setzte sich die positive Entwicklung der letzten Jahre fort,
auch wenn die Steigerung gegenüber den Vorjahren geringer ausfällt. Als
Gründe dafür nannte Lindner das immer größer werdende Hotelangebot als
auch neue Angebote aus dem Bereich der sogenannten „Sharing“ Economy.
So wuchs die Zahl der Hotelbetten im Jahr 2018 um 2,2 Prozent auf 1,82 Millionen.
Die Netto-Zimmerpreise (ohne Frühstück, ohne Mehrwertsteuer)
erhöhten sich um 2,2 Prozent auf 97 Euro, während sie europaweit um
3,3 Prozent auf 100 Euro anstiegen. Die deutschen Hotelzimmerpreise liegen
somit weiterhin unter dem europäischen Durchschnitt. Der durchschnittliche
Zimmerertrag (RevPAR), die wichtigste Wirtschaftlichkeitskennziffer der Hotellerie,
erreichte 70 Euro, was einem Anstieg von 2,7 Prozent entspricht.
Die steigenden Übernachtungszahlen und Zimmerraten schlagen in wachsenden
Umsätzen zu Buche. Die klassischen Beherbergungsbetriebe erwirtschafteten
2018 einen Nettoumsatz von 28,56 Milliarden Euro, was einem nominalem
Umsatzplus ,aber Kosten steigen.

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