BUS2BUS von Volkert Neef und Wolfgang Koempel Redaktion Berlin

In den Messehallen unter dem Funkturm in Berlin-Charlottenburg fand vom 19. bis zum 21. März die Fachmesse BUS2BUS statt. Alles drehte sich dort um das Thema Bus. Man sah in den Messehallen nicht nur die neusten und modernsten Busse, man traf auch auf Aussteller zum Thema Bus. Dazu zählten beispielsweise die Hersteller von Bussitzen, Warnwesten, Anbietern von WLAN für die Busreisenden, den TÜV Nord und Fachverlagen. Der Fachbesucher konnte nicht nur Busse sehen und dort zur Probe einmal sich hinsetzen. Es bestanden sogar zahlreiche Möglichkeiten, mit den Bussen auf Tour zu gehen. Die Daimler AG lud beispielsweise zu Touren ein, wo man allerneuste ABS-Systeme während der Fahrt erleben durfte. Ein aufgebautes Hindernis auf der Teststraße verursachte für das automatische Bremssystem keine Hürde. Das System erkannte rechtzeitig das Hindernis und leitete die automatische Bremsung ein. Ebenso zeigte die DAIMLER AG auch die Neuerung auf der „Fahrerseite rechts“ an. Der Busfahrer wird durch automatische Systeme darauf aufmerksam gemacht, dass beispielsweise ein Radfahrer sich in unmittelbarer Nähe befindet. So verhindert man die Unfälle aus dem Sektor des „toten Winkels.“
Am Stand von Flixbus stellte man eine spezielle Hebebühne vor. Zwei Rollstuhlfahrer kommen nun mit Hilfe dieser Treppe problemlos mit ihrem Rolli an ihren Platz im Bus. Patrick Kurth von Flixbus teilte den Medienvertretern mit: „Mitbürger mit Handicap können nun jede Fahrt mit dem Flixbus unternehmen. In diesen Bussen können zwei Rollstuhlfahrer an ihr gewünschtes Reiseziel gelangen. Eine eigens für die ausfahrbare Hebebühne am Bus angebrachte Tür trägt dafür Sorge, den Fahrgast mit Rollstuhl in den Flixbus zu befördern und dann die Reise anzutreten.“
Zu dem Thema „Busreisen für Menschen mit Handicap“ sprachen wir mit dem FDP-Politiker Thomas Seerig. Er gehört dem Berliner Abgeordnetenhaus an und ist Mitglied des Präsidiums. In seiner Fraktion ist Thomas Seerig u. a. Sprecher für Menschen mit Handicap. Thomas Seerig erklärte: „Busreisen boomen, aber leider nicht für alle. Leider sind immer noch die meisten Reisebusse für Menschen im Rollstuhl oder mit Mobilitätseinschränken „unerreichbar“. Ich hoffe, dass die aktuelle Messe Bus2Bus auch hier innovative Ideen vorstellen wird. Und auch vor Ort, also bei der BVG, gibt es noch Verbesserungspotential, denn Blinde oder Menschen mit Sehschwäche wissen zu oft nicht, welcher Bus gerade kommt. Hier zeigt der aktuelle Versuch der BVG erste Möglichkeiten mit sprechenden Bussen oder Haltstellen auf oder per App.“ (Text: Volkert Neef/Foto: Wolfgang Kömpel)

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